mind your horizon

Ein Ausstellungsprojekt im digitalen Raum von Studierenden der Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität Weimar

 

Kristin Franke & Alicia Lubomierski

www.mind-your-horizon.de

Tara Bayer, Melanie Böttinger-Labanino, Lisa Bußler, Valery Barts, Nina Dallgas, Larissa Ebel, Kristin Franke, Hannah Kraus, Gioia Hau, Uta Lorenz, Alicia Lubomierski, Alexandra Noack, Camille Magnin, Michael Morosow, Chiara Maziol, Lara Petermann, Katharina Sobeck, Anna-Lena Pritz, Inga Schütt, Jannis Senff, Emilia Terodde und Gina Wietschorke

Laufzeit: ab Donnerstag,15. Juli 2021, zur summaery 2021 "The Sum" (Jahresschau der Bauhaus-Universität Weimar)

Die Menschen sprechen vom Denk- und Wissenshorizont, kennen den nautischen, optischen, mathematischen, künstlichen Horizont. Der natürliche oder landschaftliche Horizont definiert die Grenzen unseres Blickfeldes oder -kreises; er „befindet“ sich dort, wo unsere Augen das scheinbare Zusammentreffen von Himmel und Erde, Luft und Wasser als „Endlinie“ erkennen. Alles läuft auf den Horizont zu, verjüngt sich – nicht erst seit der Renaissance – zentralperspektivisch und doch wird kein Ende gesetzt: er, der Horizont, bleibt unerreichbar.

Dieser Topos wurde und wird literarisch, musikalisch und künstlerisch sinnbildlich für Sehnsüchte, sowie Utopien verwendet. Sein inflationärer Gebrauch macht ihn „kitschanfällig“ – trotz der ihm a priori zustehenden Erhabenheit. Was reizt an der anhaltenden Auseinandersetzung mit der Tiefe des Raumes? Warum betrachten wir die Weite zu Wasser und Land? Warum wollen wir sie malerisch, fotografisch oder filmisch (bildwürdig) „einfangen“ beziehungsweise festhalten und wiedergeben? Bietet der Horizont nach einer Zeit der pandemiebedingten Enge und des Rückzugs einen neuen „Fluchtpunkt“? Kann er, obgleich er visuell eine Grenze zieht (altgr. óρíζων = Grenze, Grenzstein), paradoxer Weise für Entgrenzung sorgen, den Blick der Zeit voraus ermöglichen? Schafft er trotz fehlender Fixpunkte Orientierung, Halt oder Ruhe?

Diesen Überlegungen gehen Bachelor-Studierende der Medienkultur im virtuellen Ausstellungsprojekt „mind your horizon“ nach und bieten den Betrachter:innen der gleichnamigen Website www.mind-your-horizon.de eine Vielzahl unterschiedlichster künstlerischer Formate an: von real-filmischen, animierten bis zu performativen Arbeiten über fotografische, malerisch-zeichnerische und zum Teil abstrakten Ausformulierungen reichen die Beiträge, die alle die Frage nach Interpretationsmöglichkeiten des Horizontes eint.

 

Ein Projekt des Bachelor-Studiengangs Medienkultur, Fakultät Medien, Bauhaus-Universität Weimar

Ein Projekt des Studiengangs B.A. Medienkultur, Fakultät Medien, Bauhaus-Universität Weimar
Presse: Juliane Seeber, Fakultät Medien
Technik/WEB: Jonas Rieger, Alexander Steig
Grafik: Lisa Bußler, Kristin Franke, Camille Magnin, Jannis Senff und Gina Wietschorke
Foto: Gina Wietschorke
Koordination/Leitung: Alexander Steig

 

 

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